Über Clara Haskil

Das erste Projekt, welches die Erinnerung an die legendäre rumänische Pianistin Clara Haskil in Hamburg ehrt. Sie ist als legendäre Figur des zwanzigsten Jahrhunderts in der klassischen Musik anzusehen und gilt als eine der berühmtesten Künstlerinnen rumänischer Herkunft in der internationalen Musikszene. Sie wurde auch « die perfekte Clara » gennant. Bislang ist sie die einzige rumänische Pianistin nach der einer der wichtigsten internationalen Klavierwettbewerbe benannt worden ist: « Clara Haskil International Piano Competition » (Vevey, Schweiz).

Musikalische Interpretation auf höchstem Niveau, Leidenschaft und Liebe für die klassische Musik - dieses sind nur einige der Eigenschaften, die den Namen Clara Haskil mit der klassischen Musik verknüpfen. Wir streben an, national und international das Bewusstsein für die vielfältige und hochkarätige Szene der rumänischen Kulturschaffenden nachhaltig zu fördern.

« Wenn man Clara Haskil Mozart spielen hört, wird uns bewusst, wie weit wir von der Wahrheit entfernt sind » sagte ihr guter Freund, der Pianist Dinu Lipatti.

« In meinem Leben traf ich drei Genies: Clara Haskil, Einstein und Winston Churchill » Charlie Chaplin

Liszt und Enescu

Raluca Știrbăț

Raluca Știrbăț

Klavier

"Raluca Stirbat liefert eine grandiose Performance ab, die hoffentlich dazu beitragen wird, dass auch Enescus Klaviermusik endlich ein großes Publikum findet." (Naxos News, Okt. 2015)

Raluca Stirbat wurde in der im Nordosten Rumäniens liegenden Universitätsstadt Iaşi geboren und gehört heute nicht nur zu den herausragendsten Vertreterinnen der jungen rumänischen Klaviergeneration, sondern kann bereits auf große internationale Erfolge verweisen. Mit ihrer brillanten Technik und einer außerordentlich reichhaltigen Palette an Klangfarben, die sie meisterhaft zu verbinden weiß, hat sie sich einen hohen künstlerischen Stellenwert erarbeitet. Als Kernstück ihrer Interpretationen bezeichnet Raluca Stirbat die Herausarbeitung der im Werk versteckten dramaturgischen Gestalt. Ausgestattet mit großem Temperament, außerordentlicher Stilsicherheit und technischer Bravour entwickelt sie Interpretationen voller Energie und natürlicher Ausdruckskraft.

Schon mit sechs Jahren nahm sie Klavierunterricht am Musikgymnasium ihrer Heimatstadt, um bereits mit zehn ihr Debüt als Konzertpianistin mit Joseph Haydns Klavierkonzert in D-dur zu feiern. Ab diesem Zeitpunkt galt Raluca Stirbat als Wunderkind und trat mit allen wichtigen Orchestern Rumäniens (u. a. George Enescu Philharmonie und Rundfunk-Sinfonieorchester) und im Ausland auf. Nach einem Studienjahr an der Musikakademie George Enescu in Iaşi ging sie 1994 an die Musikuniversität Wien, um bei Prof. Jürg von Vintschger zu studieren, wo sie als Magister Artium im Klavier-Konzertfach abschließt. Bald öffnen sich ihr die Pforten großer und wichtiger Konzerthäuser (Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Stefaniensaal in Graz und Mozarteum Salzburg). Stipendien und Förderungen, unter anderen von der Beethovengesellschaft, der Martha Sobotka-Janaczek Stiftung und dem Rotary Club (Wien), der Nippon Foundation (Tokio) und der Madeleine Blaireville Stiftung (Schweiz) unterstützen ihr Talent auf seinem künstlerischen Weg. Darüber hinaus nahm Raluca Stirbat an Meisterkursen namhafter Künstler wie Murray Perahia, Hans Leygraf, Lory Wallfisch, Marek Drewnowski und Aquiles Delle Vigne teil. Wichtige Impulse bekam sie zudem von Avedis Kouyoumdjian, Johannes Meissl, Teresa und Rudolf Leopold (Kammermusik), David Lutz (Liedbegleitung) und Rainer Keuschnig (moderne und zeitgenössische Klavierliteratur).

Raluca Stirbat wurde mehrfach bei nationalen und internationalen Wettbewerbe als Preisträgerin ausgezeichnet. So gewann sie Die goldene Lyra im Ciprian Porumbescu Wettbewerb in Suceava, Rumänien (wo sie als Jurymitglied eingeladen wurde), den Virtuosi per musica di pianoforte Wettbewerb in Usti nad Labem, Tschechien, den Sanremo Classico in Sanremo und den Stefano-Marizza-Wettbewerb in Triest, Italien. Die Liste ihrer künstlerischen Tätigkeit als Solistin und Kammermusikpartnerin ist ebenso beeindruckend wie die zahlreichen Konzerte mit Orchester, die Raluca Stirbat auf Tourneen durch ganz Kontinentaleuropa sowie in Großbritannien, Zypern, Tunesien, der Türkei, Marokko, Singapur, im Iran führen und sie zum gern gesehenen Gast diverser Festivals machen, darunter die Wiener Festwochen, Pianoforte a Bellinzona und Menhir-Falera (Schweiz), Enescu – Orfeul Moldav in Tescani, Dinu Lipatti in Kronstadt, Festival der Rumänischen Musik und Fête de la musique in Iaşi, Europäisches Festival der Künste in Suceava (Rumänien), Joseph Hoffman in Nałęczów (Polen), Herbstfestival in Budapest und Szeged (Ungarn), Thracia Summer in Plovdiv (Bulgarien) und Karthago Musikfestival (Tunesien).

Ihr internationales Renommee wird nicht zuletzt durch zahlreiche Tonträger-Einspielungen unterstrichen, wie etwa Enescus Sonate op. 24 Nr. 1 in fis-Moll und Liszts Fantaisie romantique sur deux mélodies suisses (S. 157) für das Schweizer Radio DRS oder die Klavierkonzerte Nr. 2 in f-Moll von Chopin und Nr. 19, KV 459 in F-Dur von Mozart bei Music Minus One (Vereinigte Staaten), sowie als Kammermusikpartnerin das Klaviertrio op. 4 von Pancho Wladigeroff  beim Hungaroton Studio in Budapest oder die Sept poésies pour violon et piano von Ursula Bagdasarjanz beim Schweizer Music-Label VDE-Gallo. Außerdem hat sie alle Lieder George Enescus in Zusammenarbeit mit dem ORF eingespielt (mit Leontina Vaduva, Ileana Tonca, Mihaela Ungureanu, Laura Tatulescu, Sorin Coliban).

Anlässlich des 130. Geburtstags von George Enescu ist im Frühjahr 2011 ein neues Solo-Album bei dem renommierten österreichischen Music-Label Gramola erschienen. Die Platte beinhaltet Werke von George Enescu, Constantin Silvestri, Paul Constantinescu und Sergej Rachmaninoff. Zusätzlich beschäftigt sich die Pianistin intensiv auch auf dem musikwissenschaftlichen Gebiet (u.a. hat sie bereits einen Doktortitel mit der Dissertation Das Klavierwerk von George Enescu erhalten) und wird vermehrt zu internationalen Symposien eingeladen. Im August 2011 hat Raluca Stirbat die Internationale George Enescu Gesellschaft in Wien ins Leben gerufen, die bezweckt, das Schaffen und Wirken des in Wien und Paris ausgebildeten rumänischen Komponisten George Enescu in breitesten Kreisen zu pflegen, zu fördern und weiter zu erforschen. Außerdem zielt die Gesellschaft auf die Förderung anderer rumänischer und österreichischer Komponisten, insbesondere moderner und zeitgenössischer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts, ab.

2013 erschien bei Gramola ein neues Solo-Album von Raluca Stirbat, das zwei wichtige Erstveröffentlichungen auf CD beinhaltet: die Klaviersuite Joujoux pour Ma Dame op. 7 von Mihail Jora und die erste Aufführung nach dem Originalmanuskript von George Enescus Pièces Impromptues op. 18.

Oktober 2015 brachte sie das Gesamtwerk für Klavier von George Enescu auf einem Album, das bei Hänssler Classic erschienen ist und ausnahmslos alle Kompositionen Enescus enthält (darunter auch Weltersteinpielungen).

Raluca Stirbat hat im Januar 2013 die internationale Kampagne Save Enescu’s Memorial House in Mihăileni (Botoșani, Romania) initiiert, die es sich zur Aufgabe macht, das Haus, in dem der rumänische Komponist viele Jahre seiner Kindheit, Jugend und Reife verbrachte und zahlreiche seiner Meisterwerke niederschrieb, durch seinen Wiederaufbau zu retten. Für ihre besonderen künstlerischen Leistungen sowie für ihr soziales Engagement wurde Raluca Stirbat im März 2013 vom Innenministerium der Republik Österreich zum Integrationsbotschafter ernannt. Im November 2014 wurde Raluca Stirbat die Ehrenmitgliedschaft der Pro Patrimonio Gesellschaft in Rumänien verliehen.

19:30 Uhr, Eintritt frei

 

 

George ENESCU

Prélude et Scherzo in fis-Moll (1896)

 

Franz LISZT / Franz SCHUBERT

Soirées de Vienne, Valse-Caprice Nr. 6

 

Franz LISZT / Frédéric CHOPIN

aus Sechs polnische Lieder, S. 480

  • "Mein Liebling" (Moja pieszczotka)
  • "Mädchens Wunsch" (Zyczenie)

 

Franz LISZT

Mephisto Waltz Nr. 1, "Der Tanz in der Dorfschenke"

 

***PAUSE***

  

George ENESCU

Pavane und Bourrée aus der Suite op. 10 Nr. 2, in D-Dur (1903)

 

George ENESCU

Sonate op. 24 Nr. 3, in D-Dur (1935)

  1. Vivace con brio
  2. Andantino cantabile
  3. Allegro con spirito

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